Lindenthaler Entrepreneure – von Fern-Universität zur erfolgreichen Selbständigkeit in der Gastronomie

Ein Prosit auf die FernUniversität! Natascha, Alexander und Michael Schneider studieren gerne an ihr – wenn sie nicht gerade im Restaurant Lindenthal by Schneiders arbeiten

Eine für alle, alle für eine: Brüder und Schwester hoch zufrieden mit der FernUni

Sechs Berufe, drei Geschwister, zwei Studiengänge, eine Meinung

„Einer für alle, alle für einen“ – Sprachlich und inhaltlich leicht abgewandelt trifft dieses Musketier-Motto durchaus auf die Geschwister Schneider aus Köln zu: Für Alexander, Michael und Natascha Schneider ist die FernUniversität in Hagen die beste Studienwahl. Nur durch ihr höchst flexibles Studium bringen sie Lernen und insgesamt sechs Jobs unter einen Hut.

Nachdem Alexander sein Studium an der FernUni begonnen hatte, überzeugte er Michael mit seinen Erfahrungen, sich ebenfalls in Hagen einzuschreiben. Und dann hörte Natascha aufmerksam zu, als beide Brüder aus ihrem Studentenleben berichteten und folgte ihnen ebenfalls.

Eine gepflegte Bar in Köln und jeweils ein wirtschaftswissenschaftliches Universitätsstudium und noch eine freiberufliche Tätigkeit in der Film- und Fernsehbranche: Darum dreht sich das Leben von Alexander und Michael Schneider (beide 27). Schwester Natascha (20), an der FernUniversität im Bachelor of Laws-Studium eingeschrieben, managt im Restaurant die Küche und bereitet als Make up-Artist in Bruder Davids Fotoatelier die Modelle vor. Die Zwillinge Alexander und Michael als zukünftige Diplom-Kaufleute helfen David bei seiner Buchhaltung. Die angehende Wirtschafts-juristin Natascha unterstützt die drei Brüder bei rechtlichen Fragestellungen. Und David – der hier als Barkeeper jobbt – hat die Fotos gemacht, die jetzt im Restaurant hängen. Eine(r) für alle, alle für eine(n).

Das war auch schon beim Studienbeginn an der FernUni so. Alexander Schneider wollte BWL studieren. Großen Wert legte er auf ein flexibles Studium. Seine Mutter empfahl die FernUniversität. Alexander schrieb sich 1998 in der heutigen Fakultät für Wirtschaftswissenschaft ein. Das Vollzeit-Studium ließ ihm genügend Zeit für seine freiberufliche Arbeit als Aufnahmeleiter. Unter anderem war er für das RTL-„Jugendgericht“, „Deutschland sucht den Superstar“, den Deutschen Comedy-Preis und „Unter uns“ zuständig. 2001 machte sich auch noch als Bistro-Gastronom selbstständig, gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder.

Michael hatte sich 1999 angesichts der guten Erfahrungen des Bruders ebenfalls an der Fern-Universität eingeschrieben, um Diplom-Kaufmann zu werden. Auch er arbeitet freiberuflich in der TV- und Filmbranche. Im Casting kümmert er sich um Organisation und kaufmännische Angelegenheiten.

Ein Bistro hatte Alexander sich schon lange gewünscht. Der Entschluss fiel spontan: Das Bistro betrieben die Brüder „mit viel Spaß nebenbei“, bemerkt Alexander, „in erster Linie fühle ich mich als Kaufmann, nicht als Gastronom“. Verständlich, dass die beiden bei ihrem Studium kürzer treten mussten. Dennoch will Alexander Ende 2007 Diplom-Kaufmann sein, Michael 2008. Und das, obwohl sie inzwischen das Bistro gegen etwas Größeres, Besseres „eingetauscht“ haben: das gepflegte, gut eingeführte Bar-Restaurant „Lindental by Schneiders“ in Köln-Lindenthal. Es war ihnen zufällig angeboten worden.

Wenn alles so läuft, wie die beiden es sich wünschen, wird sich ihr hoher Einsatz mit je drei Standbeinen in wenigen Jahren rentieren: „Mit 30 oder 35 wollen wir uns etwas gönnen – was nutzt es uns, wenn wir uns erst im Alter unsere Träume realisieren können?“ fragt Alexander.

Dass es so gut läuft, liegt nicht zuletzt gerade an der Verbindung von Theorie und Praxis: „Wir können beides noch besser verbinden als im Vorfeld gedacht“, betont Michael. Das gilt ebenso bei den Mentorenveranstaltungen. Und im Beruf „können wir oft unser Wissen aus dem Studium sofort anwenden“. Die Praxis unterstützt das Lernen: „Man weiß schneller, was gemeint ist.“

Zunächst war Alexander skeptisch, ob das Alleinlernen „mein Ding“ sei. Doch auch im FernUni-Studium lernte er Leute kennen. Die angebotene Betreuung nutzt er immer, wenn seine Zeit es zulässt. Die Präsenzveranstaltungen hält er sogar für besser als an Standort-Hochschulen: „In kleinen Gruppen bekommt man mehr mit.“

Für Michael war das hohe Niveau der Betriebswirtschaft entscheidend und dass Personalchefs wissen: FernUni-Absolventen haben besonderen Ehrgeiz. Den hatte auch er, studierte in Teilzeitform, aber „fast wie ein Vollzeitstudent“ an fünf Tagen pro Woche. Die beiden restlichen Tage waren der Arbeit vorbehalten. Besonders lobt er die „ausgefeilte Didaktik“ der Studienmaterialien: „Man liest etwas, stellt sich selbst eine Frage – und die wird meistens wenig später genau beantwortet.“

Die Studienorganisation der Hagener Universität steht dem nicht nach: „Vorbildlich! Ich kenne keine andere Einrichtung, die so gut und schnell arbeitet.“

Kein Wunder, dass auch Natascha sich von den Erfahrungen ihrer Brüder zum FernUni-Studium anregen ließ: „Das war genau das, was ich mir vorstellte.“ Nach dem Abitur hatte sie sich als Make up-Artist selbstständig gemacht.

Besonders reizte sie der Gegensatz zwischen juristischem Bachelor of Laws-Studium und Kreativ-Job: „Ich kann ‚trockene Sachen’ machen, brauche aber Abwechslung.“ Frontalunterricht mag sie nicht, arbeitet lieber alleine. Zum Teil intensive Kontakte hat sie dennoch geknüpft, auch über das Internet. Während ihre Brüder diese Kommunikationswege wegen der Schnelligkeit vor allem für ihre Studienorganisationen nutzen, lässt sich Natascha auch online betreuen. Sie möchte später Juristin in einem großen Unternehmen ein, vielleicht auch noch ein Master-Fernstudium anschließen.

Ihre Brüder wollen nicht ewig ein Restaurant selbst leiten und TV-Jobs weiter machen. Vielleicht ein zweites Restaurant, beide mit Betriebsleitern? Oder in die Immobilienbranche gehen? Alexander sieht seine Zukunft auf jeden Fall als selbstständiger Kaufmann. Für Michael „ist unsere große Stärke unser flexibles Denken.“ Einig sind sie sich, dass gegenseitige Unterstützung wichtig ist. So können sie Synergieeffekte nutzen und das Risiko verteilen. Einer für alle und alle für einen.       (Da)

 

Der original Artikel ist zuerst erschienen in der FernUni PerspektiveZeitung für Angehörige und Freunde der FernUniversität Nummer 18 / Winter 2006 (https://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/presse/perspektive/fu_perspektive_nr18.pdf)